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Die Bedürfnisbefriedigungspyramide

Der US-amerikanische Pycholge Abraham Maslow hat mit seiner berühmt gewordenen Stufung menschlicher Bedürfnisse zweifellos recht und den (psychologischen) Nagel auf den Kopf getroffen. Später setzte er sozusagen als Krone der Bedürfnisse "transzendale" Bedürfnisse obenauf.

Diese Ansicht wurde nicht überall aufgenommen und kaum mehr propagiert. Kaum Wunder, schwinden doch spirituelle und transzendale "Tätigkeiten", Ahnungen und Sichten der Menschen in der diesseitigen, immer stärker naturwissenschaftlichen Welt immer mehr.  "Gott und Religiosität ist kaum mehr sexy" .

 

Interessant, wenn man einmal das benennt, was geschieht, wenn diese Bedürfnisse nicht befriedigt werden: 

Physiologische Bedürfnisse: Verhungern, Verdursten, Erfrieren etc......

Sicherheitsbedürfnisse: Ausgeraubtwerden, Erschlagenwerden etc. ....

Soziale Bedürfnisse: Verkümmern, Kinderlosigkeit

Individualbedürfnisse/Prestigebedürfnisse: Vereinsamung,Schrulligkeit, Frust

Selbstverwirklichung: fehlende Sinnstiftung im Sein,Halt-/Ziellosigkeit

Transzendenzbedürfnisse: ? 

Der Nicht- Transzendente Mensch glaubt erstens nicht an die Unsterblichkeit der Seele. Er wird deshalb ein Maximum an weltlichem Agieren anstreben.  "Ich lebe nur einmal ! " Es ist offensichtlich, dass es nur einem Bruchteil der Menschen gelingt, seinem Leben einen Sinn im Sinne von "Selbstverwirklichung" zu geben. Immer mehr herrschen hedonistische Denk- und Lebensweisen vor.

Der Spaß und das Lachen greifen- eigentlich logisch-  explosionsartig um sich. Und zwar ziemlich genau in demselben Maße, wie Spirituelles abnimmt. Die neuen Hohepriester der Zeit sind Pop-Stars, Comedians und Leute mit viel Humor und Schlagfertigkeit.  Ohne letztere Eigenschaften geht im Öffentlichen Raum, auch in der Politik, kaum noch etwas...

Könnte es sein, dass das Lachen, der Humor, so ziemlich das Gegenteil von spiritueller, transzendentaler Tätigkeit ist ? 

Im Mittelalter, so weiß man, war Lachen verpönt, teilweise verboten,  zumindest nur   niederen Ständen zugestanden. Lachen galt als nicht "schicklich" . Das Mittelalter war eine zutiefst religiöse Zeit mit einer totalitären Frömmigkeit. Kann es nicht sein, dass - trotz allem damaligen Unwissens- spirituelle Techniken nur vertieft und höchst sinnstiftend -"zufriedenmachend" ausgelebt werden konnten, weil eben nicht oder wenig gelacht wurde ? 

Oder anders herum formuliert: Kann es sein, dass unser Zeitgeist (Humor,Spaß und Lachen)  das höchste Bedürfnis in uns ( nach Maslow), das nach Transzendenz und Spiritualität abtötet- dass wir verkümmern? Sind etwa Humor, Spaß und Lachen das (negative) Gegenstück zur Transzendenz (siehe oben das Fragezeichen...)

 

Dies alles unter dem Vorbehalt, dass Transzendenz auf der Pyramide tatsächlich ganz oben steht...dass der Mensch bedürfnispsychologisch tatsächlich so "bestimmt" ist....  Was zu beweisen wäre....

 

 

30.1.14 14:15

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