Letztes Feedback

Meta





 

Der Denkfehler...

 

Am Anfang war das Irren....

möchte man eigentlich meinen, wenn man viele ( auch kluge) Menschen über die Zukunft nachdenken und spekulieren sieht.

Wir denken Zukunft viel zu oft statisch fortgeschrieben: jeder hat ein paar Autos mehr, jeder hat einen noch schnelleren Computer, die Lebenserwartung wird so ca. 10- 20 Jahre ansteigen, die Raumschiffe sind größer, wir leisten uns Schönheitsreparaturen wie heutzutage den Friseur ....etc....Echte, weitreichende qualitative Sprünge wie etwa das Überwinden des Todes können wir uns (meistens jedenfalls) nicht vorstellen. Eigentlich schade, dass wir meist nur wenige Jahrzehnte über unseren Horizont ( unser Leben ) hinaus denken.

 

-----------------------------------------------------

 

Dabei sollte doch ein Blick auf die Wachstumsdynamik der Menschheit seit Beginn der industrieellen Revolution zeigen, dass in einem historisch ganz knappen Zeitraum, eigentlich nur einer Millisekunde  gemessen an der Zeit seit Entstehung des Universums, ein unvergleichliches quantitatives und qualitatives Wachstum von Lebewesen(menschl. Gesellschaft)  und damit einhergehend Bewusstsein, möglich ist.   

 

 

Und nun zu den Außerirdischen: 

 

Sie sind ganz bestimmt keine kleinen grünen Menschen mit 2 Augen und 2 Ohren- keinesfalls eine verhunzte Ausgabe unserer beschränkten Fantasie. Wir billigen ihnen eigentich nur unsere Selbstansicht zu - modifiziert um Farben, Größe oder Sprache ... Wir verorten sie meist  entwicklungshistorisch gar nicht so viel weiter als wir gegenwärtig... (Sieht man mal von Laserstrahlen, gigantischen Raumschiffen oder telepathischen Fähigkeiten etc. ab)

 

Der Denkfehler liegt eben darin, dass wir uns außerirdisches Bewusstsein , wenn man nicht gerade über "Gott" redet, lediglich im Gehäuse  von menschenähnlichen Gestalten, auf menschenähnlichem Niveau ,vorstellen können.

 

Stellen wir uns doch die Menschheit  eine historische Sekunde weitergerückt vor  -

(also wenn 1 Millisekunde 200 Jahre wären, wäre eine Sekunde 1000x 200) =200 000 Jahre weiterentwickelt ........

oder bleiben wir genügsamer: stellen wir uns die Menschheit  10 000 Jahre weiter vor...   

 Was wird sich denn wohl an uns weiterentwickeln ? Die materiellen Dinge und Werkzeuge ringsherum ? Der Konsum größer, die Urlaubsreisen weiter ? Die Waffen zerstörerischer?  Sicher auch!

Aber ganz sicher - es beginnt ja schon- werden wir unsere Körper, unsere Seelen optimieren. Der Drang nach medizinischen Eingriffen ist heute schon sehr hoch und wird ganz sicher auch in den nächsten Jahren weiter vorangetrieben werden. Und ganz sicher werden wir auch an unseren Hirnen "herumschnippeln " und letztlich auch die letzten Geheimnisse unseres menschlichen Bewusstseins, unseres Gehirns, entschlüsseln. Vielleicht in den nächsten 50 Jahren, vielleicht auch viel später. Aber wir Menschen werden nicht ruhen, ehe auch diese Geheimnisse "geknackt" sind. 

 

Und werden möglicherweise - ähnlich der Entwicklung des ( einzelnen) Computers hin zur globalen Vernetzung ( Internet) in der Lage sein, ein gigantisches Netz von Hirnen, von Bewusstsein zu bilden. 

 Eine Art Schwarm, bestehend aus dem Einzelnen und dem Gemeinsamen ...

Eine Art Identität , die auf einer "Einzel- und Kollektiv- Identität" beruht.


Und spätestens hier könnte das Gott-Konzept ins Spiel kommen! 

 Warum sollte "Gott" eine "Einzel-Identität haben ?

Die Menschen beteten   einst in polytheistischer Manier (Vielgötterei) ganze Götterhorden an.  Egal ob Zeus , Hera, Ares, Aphrodite, AtheneJupiter, etc...

 

- zwar kannten sie mehrere Götter geichzeitig, sprach  ihnen aber lediglich eine "Einzel-Identät" zu. Später entwickelten die Menschen monotheistische Vorstellungen: der  e i n e  Gott, über dem und unter dem es keine anderen Götter geben sollte....wiederum eine Einzelidentität. Unsere bzw. die Vorstellungskraft der Altvorderen ließ wohl keine andere Fantasie, kein anderes Denken zu. Haben sie Gott wirklich richtig erkannt, erdacht, gesehen?

  

 

Wenn sich Gott  ihnen „offenbart“ hat, haben sie Gott (oder eben die Götter) dann auch richtig „erkannt, erdacht und/oder gesehen“?

Wenn aber nicht, weil sie intellektuell- sinnlich  auf ihrer Entwicklungsstufe, die der unseren so unterlegen ist,  nicht konnten, muss neu – und immer wieder neu- nachgedacht werden.

 

Der wichtigste Unterschied zwischen ihnen und uns sind die Errungenschaften der Technik.
Ich meine damit aber  nicht die Annehmlichkeiten, die uns Technik verschafft, verschaffen kann, auch nicht das längere Leben, die längere Lebenserwartung oder die höhere  Schulbildung. 

 Nein, ich meine die neuen  D e n k  möglichkeiten, die sich aus den vielen neuen Prozessen, Organisationsformen, Techniken und Technikbausteinen ergeben... ergeben für das Denken...und damit auch die Sprache.


 

 Das Denken setzt sich nicht nur aus Wörtern und Buchstaben zusammen, es nutzt auch im hohen Maße Bilder. Und seit ungefähr mehr als 200 Jahren  , mit eben o.g. Prozessen,Organisationsformen, Techniken und Technikbausteinen, lassen sich völlig neue „Denk“-Bilder  denken (und sprechen) . Schon die „ r e i n e n  “  Begriffe aus der Welt der Technik ( oder beispielsweise  der Naturwissenschaften oder Computertechnik) )  wie

Stahl,Lautsprecher, Pipeline,  Kristallisieren, Coachen, Akku, Simsen, Standby, einloggen, scrollen,abspeichern etc.etc.... -  vielmals Fremdwörter-

beleben ( als relativ komplexe Dinge/Sachverhalte)  unser Denken. 

 Nein, neben  diesen Fachwörtern lassen sich komplexe Bilder in unserem Denkschatz  einfügen: Traumfabrik, Quantensprung, Katalysator, Globalisierung, Lichtgeschwindigkeit, Zeitmaschine, atomisieren, Generator, Benutzeroberfläche, Vernetzung, updaten, Roboter, Fließbandarbeit, etc. etc. ......................     

Allerdings hat sich die deutsche Sprache beispielsweise seit der Welt der Gebrüder Grimm  oder gar seit Luthers Bibelübersetzung nicht unbedingt    s o   weiterentwickelt wie unsere (technische) Wirklichkeit. Sicher, Goethe verfügte über einen quantitativ unübertroffenen Sprachschatz, auch die Romantiker oder die Mann- Familie waren große, unübertroffene  Meister ihres Fachs. 

Und auch wenn das Fremdwörter- und das Bilder- Ressorvoir   meist nur auf einen kleinen Teil der Gesellschaft beschränkt ist: 

wir könnten "denkerisch" weiter sein,  hinken im Sprechen ( und eben Denken ) der heutigen Wirklichkeit wohl hinterher.

 Auch wenn es dafür keine Beweise gibt: vielleicht war die Gedankenwelt, die Philosophie der Antike nicht zuletzt deshalb so reich und fortgeschritten, weil die Gesellschaft insgesamt über eine bunte, differenzierte, reichhaltige Götter- und Sagenwelt verfügte, darauf zurückgreifen konnte. Was eben das Denken geschult haben könnte. Insofern wäre es dann auch verständlich, dass im (monotheistischen) Mittelalter das philosophische Denken eher ein karges Leben fristete.

Wie dem auch sei:

Sollte Gott ein sehr komplexes Wesen sein ( dies wird später erörtert) , haben wir möglicherweise heute ( bei optimaler Nutzung der Bilder und Sprache unserer sehr komplexen Wirklichkeit) eher die Chance , Gott zu analysieren und  zu finden.... Nicht durch den ( blinden ) Glauben, sondern durch das logische Denken!!! (Wenn er/sie/es  sich uns eben nicht offenbart, sollten wir versucht sein, ihn logisch zu erahnen, zu finden...) 

 

Einfügung: Der moderne Mensch lässt sich  - wenn keine Beweise vorhanden-  nur durch Logik, kaum mehr durch Glauben  überzeugen !!!

 

 

 

10.1.14 19:19

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen